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Eile mit Weile. Ein Schweizer Spiel mit indischen Wurzeln. Die Welschen kennen den Schweizer Spieleklassiker als Hâte-toi lentement, die Tessiner als Chi va piano va sano. Üblicherweise spielen vier Spieler gegeneinander, obwohl es auch Sechser-Spiele gibt. Bei dem sogenannten Würfel-Laufspiel geht es darum, seine vier Figuren möglichst schnell über einen Rundkurs zu bringen. Würfeln, Figuren ziehen und den Gegner «schlagen» - Letzteres bedeutet, dessen Figuren an den Anfang des Rennens zurückzubefördern: Das sind die Handgriffe, welche die Emotionen am Brett hochgehen lassen. Schadenfroher Triumph kann schon nach dem nächsten Würfeln Frustration weichen. Das Glück spielt eine wichtige Rolle, doch Eile mit Weile kennt auch taktische Elemente: Der Spieler kann wählen, mit welcher seiner Figuren er zieht, und hin und wieder kann er entscheiden, ob er einen Gegner blockieren oder sich auf ein sicheres Feld retten will. |
Der klassische Lauf führt über Felder, die einem Kreuz entlang angeordnet sind. Eile mit Weile geht auf das Pachisi, das Nationalspiel des Subkontinents, zurück. Aber kein Mensch denkt heute daran, dass das Spiel vor 150 Jahren importiert wurde. Pachisi wurde hier total akkulturiert. Das indische Spiel, das im 6. Jahrhundert entstanden sein soll, verfügt allerdings über deutlich mehr strategische und taktische Finessen. Aus dem 16. Jahrhundert wird berichtet, dass Grossmogul Akbar es im Freien auf einem riesigen Brett aus Marmor gespielt habe. Anstelle von Steinen habe er 16 hübsche Sklavinnen aus seinem Harem als Figuren beigezogen. weiter >> |
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